Handball Boom an der Wümme

Lilienthal. Die Stimmung ist großartig. Die deutsche Herren-Handball-Nationalmannschaft hat es wieder einmal geschafft und ganz Deutschland ins Handballfieber versetzt. In Europa, Deutschland und auch in Lilienthal ist Handball an jeder Ecke in aller Munde. Mädchen und Jungen strömen in die Sporthallen und möchten auch gerne zu kleinen Gensheimern oder ,,Torwartwölfen“ werden.

Aber nicht nur durch die gelungene Weltmeisterschaft im eigenen Land, sondern auch durch intensive Jugendarbeit in den vergangenen zehn Jahren hat sich der Handballsport insgesamt ausgesprochen positiv entwickelt. Davon berichtet Uli Semken von der Handballabteilung des TV Lilienthal.

Gründe für diese positive Entwicklung sind sicherlich der Fair-Play-Gedanke und eine sehr gute Spielkonzeption, die vom Deutschen Handball Bund vorgegeben wird und deren Umsetzung in Lilienthal und allen anderen Vereinen in Niedersachsen und Bremen groß geschrieben wird. Sicher gibt es auch ein paar schwarze Schafe unter den Handballern, aber die sind in der Regel die Ausnahme.

So gibt es bei den Minis und Maxis sowie der weiblichen und männlichen E-Jugend keine Sieger. Auf den Miniturnieren und Punktspielen gibt es ein tolles Miteinander statt Gegeneinander. Es geht nicht um Tore und Punkte, sondern um das Spielerlebnis. Es gibt keine schreienden, motzenden Eltern am Spielfeldrand oder auf der Tribüne. Ist eine Mannschaft auf einem Miniturnier einem anderen Team hoch überlegen, findet sofort ein Austausch zwischen den Trainern statt und die unterlegene Mannschaft darf mit ein oder zwei Spielern mehr aufs Spielfeld. Und auch bei den Punktspielen der E-Jugend-Mannschaften wird dieser Fair-Play-Gedanke fortgesetzt. So kommt es auch hier sehr häufig vor, dass eine Trainerin oder ein Trainer eine überlegene Mannschaft in Unterzahl spielen lässt oder die Kinder ein Prellverbot bekommen und nur direkte Pässe spielen dürfen. Sehr gerne wird auch die Variante genommen, dass die Kinder mit der „falschen“ Hand aufs Tor werfen müssen, sodass es recht wenige Spiele gibt, die mit 40:0 oder 38:2 Toren enden.

Relativ selten, so Uli Semken, hört man von Eltern, dass diese Art, Handball zu vermitteln, so nicht gehen würde und dass die Kinder auch einmal ein anderes Team dominieren müssten, um Spaß beim Handball zu haben. Diese Eltern sollten sich lieber eine andere Sportart für ihr Kind suchen – denn den Leistungsdruck haben die Kinder bereits in der Schule, findet Uli Semken: „Wir wollen gerade bei den jüngeren Jahrgängen keine andere Mannschaft abschießen oder dominieren, sondern nur unsere tolle Sportart Handball mit viel Spaß an der Sache nach vorne bringen, und dafür brauchen wir jedes Kind und tolle Handballeltern, die uns – in welcher Form auch immer – großartig unterstützen. Dieser Fair-Play-Gedanke zieht sich hin bis in die Handball-Bundesliga der Damen und Herren und macht unsere Sportart so einzigartig und attraktiv“, so Semken.

1.Herren gewinnt Heimspiel gegen HSG Hammersbeck/Vegesack

Die Partie der Handball-Männer des TV Lilienthal war am Sonntagnachmittag am Schoofmoor eine einseitige Angelegenheit. Gegen die HSG Vegesack/Hammersbeck ließen die Schwarz-Weißen nichts anbrennen und gewannen deutlich mit 33:13 (14:4).
Vor allem die Abwehr war gut eingestellt und zwang die Gäste zu Würfen aus ungünstigen Positionen, die entweder das Tor verfehlten oder Beute des starken Martin Thöne im Tor wurden, der in der ersten Hälfte sieben Paraden bei nur vier Gegentoren zeigte. Von 6:3 zog der TVL auf 12:3 davon und ging mit zehn Toren Vorsprung in die Halbzeit. Auch in der zweiten Hälfte ließ die Heimmannschaft im Tempo nicht nach. Heiko Rullkötter machte in der zweiten Welle immer wieder Tempo und erzielte heute sechs schöne Tore. Auch auf Chrischan Arlt war wieder als Torgarant Verlass, dazu trafen Janis Semken und Jörn Janssen sehr gut. Lilienthal erhöhte schnell auf 20:6 nach 37 Spielminuten. Auch Alex Schulaew konnte sich in Hälfte zwei besonders mit zwei gehaltenen Siebenmetern auszeichnen, und im Angriff wurde auf 29:9 nach 52 Minuten erhöht. Erfreulich war, dass sich alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnten, was für die geschlossene Mannschaftsleistung sprach. Wenn es etwas zu bemängeln gab, dann die Trefferquote im Angriff. Ohne die 19 Fehlwürfe wäre auch ein Ergebnis jenseits der 40 Tore möglich gewesen. Nach dem nächsten spielfreien Wochenende geht es für die Lilienthaler am 11.11. bei der dritten Mannschaften von Grambke/Oslebshausen weiter.
Es spielten: Thöne, Schulaew; Arlt (9/3), Rullkötter (6), Janssen (5), Semken (5), Meyer (2), Werther (2), Letzsch (2/1), Berthold (1), Link (1).



WE und WD Jugend gewinnen bei Werder

Immer einen Schritt schneller waren unsere beiden Mannschaften der weiblichen E und D-Jugend bei ihren Auswärtserfolgen bei Werder Bremen. Dabei gewann das Team der WE-Jugend bereits gestern mit einem deutlichen 8:18. Heute brauchte unsere WD Jugend erst einmal eine Halbzeit um auf Betriebstemperatur zu kommen. In der zweiten Hälfte wurde das Spiel erst in den letzten Sekunden zu unsere Gunsten entschieden.

 

 

 

Handball Lilienthal

Uli Semken
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